zeitgenössischer Zirkus
Pierre Roman und der Wal am Strand
Ein leiser Zirkus für einen lauten Wandel der Zeit
„Pierre Roman und der Wal am Strand“
Ein leiser Zirkus für einen lauten Wandel der Zeit
Ein Weißclown steht am Rand der Gegenwart – eine Figur aus der Tiefe des Zirkusgedächtnisses, gestrandet wie ein Wal auf festem Land. Mit Pierre Roman und der Wal am Strand schafft Ralph Öllinger ein feinsinniges Zirkusstück, das sich mit existenzieller Leichtigkeit durch Fragen von Zeit, Identität und Verlorenheit bewegt.
Was geschieht, wenn eine Figur, geschaffen für ein anderes Jahrhundert, plötzlich in unserer Welt aufwacht? Der Weißclown – einst Regisseur im großen Zirkusspiel – sucht nach Bedeutung in einem Raum, der seine Sprache nicht mehr spricht. Er stolpert, tanzt, jongliert, greift ins Leere – und findet in der poetischen Geste, im präzisen Spiel mit Objekten und Momenten, einen neuen Ausdruck des Menschseins.
Was als Stück für Senior*innen begann, entfaltet in der Theaterwelt eine unerwartete Resonanz: Die Melancholie des Verschwindens, die Schönheit des Übergangs, das komische Scheitern im Wandel – sie sprechen uns alle an. Dieses Stück ist kein Nostalgieprogramm. Es ist ein Nachdenken mit dem Körper, ein Erinnern in Bewegung, ein absurdes Gebet an die Zeit.
„Pierre Roman und der Wal am Strand“ ist kein traditioneller Zirkus – es ist ein Fragment, ein poetisches Echo, ein Versuch, Gegenwart zu begreifen, indem man sich in das Fremd-Gewordene hineinfühlt.
Ein leises Meisterwerk über das, was bleibt, wenn alles sich verändert.
Dauer der Vorstellung: 40 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=RrOM29UJRMo
Tickets unter: https://www.glaubenskirche.at/
Unterstützt durch:
Bundesministerium für wohnen,Kunst,Kultur,Medien und Sport
Kultur Niederösterreich,
Das Land Steiermark, Kultur, Europa, Sport.
Circusstad Festival
Foto von Manon Pichon